Wie alles begann: Die Geschichte von Uponor

  • Uponor Geschichte Rohrherstellung

Von der finnischen Tischlerwerkstatt zum Global Player

Die Geschichte von Uponor begann am 13. August 1918, als Aukusti Asko-Avonius eine Tischlerwerkstatt in Lahti, hundert Kilometer nördlich von Helsinki, Finnland eröffnete. Aukusti stammte aus einer armen Familie, war aber ein innovativer Unternehmer mit Visionen, dessen bescheidene Tischlerei sich bald zum grössten Möbelanbieter und zur grössten Möbelhauskette in Finnland und den nordischen Ländern entwickelte. Seit den 30er Jahren ist die Firma Asko eine der bekanntesten finnischen Marken.

Am Rande des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1938 expandierte das Unternehmen und begann Betten mit Metallrohrgestänge zu fertigen. Diese Art von Betten waren zu dieser Zeit bei den Finnen sehr beliebt und Asko-Avonius sah darin eine Marktchance. Aus diesen bescheidenen Anfängen entwickelte sich Upo Oy, eine Tochtergesellschaft der Asko, die sich schnell vom breit gestreuten Zulieferer der Metallindustrie zu Finnlands grösstem Hersteller von Haushaltsgeräten entwickelte.

In den 50er Jahren wandte Asko seinen Blick Richtung Ausland zu den westdeutschen Märkten, weil das finnische Design - Möbel inklusive - auf sehr positive Resonanz stiess. Finnisches Design hatte in den 50er Jahren grossen Anklang gefunden, auch auf der Mailänder Design Messe wurde Finnland für die Asko Möbel ausgezeichnet. Natürlich richtete sich Asko nach europäischem Interesse, indem er Möbel im finnischen Design exportierte, die von Tapio Wirkkala und Eero Aarnio konstruiert worden waren.

Im Jahr 1965 eröffnete Upo eine Kunststoff-Anlage in Nastola, nahe Lahti, und fertigte seine ersten Kunststoffrohre. Danach erweiterte Upo stetig die Kunststoffindustrie, die einen zunehmenden Anteil an dem Umsatz des Unternehmens hatte. Im Jahr 1982 wurde eine Tochtergesellschaft gegründet, die sich nur auf die Kunststoff-Rohr-Produktion konzentrierte. Bis 1990 hatte diese Firma, Uponor Oy Ab genannt, ihre Position als führender Hersteller von Kunststoffrohr in den nordischen Ländern gefestigt und unternahm die ersten Schritte in Europa. Während der nächsten zwei Jahrzehnte wuchs das Unternehmen zu einem international führenden Anbieter von Kunststoffrohren und war Anfang 2000 der weltweit grösste Hersteller. Anfangs hatte sich das Unternehmen an den wichtigsten Infrastruktur-Unternehmen beteiligt, aber mit dem Hinzukommen von Wirsbo, Hewing und Unicor verlagerte sich der Schwerpunkt in Richtung Haustechnik.

Während der 90er Jahre veräusserte Asko mehrere seiner vielfältigen Geschäftsbereiche. Die endgültige Entscheidung war es, alle Anstrengungen auf Uponor zu konzentrieren und alle anderen, verbleibenden Geschäftseinheiten zu veräussern. Als Folge fusionierte Asko am 31.Dezember 1999 mit Uponor und die Organisation gab sich den Namen Uponor Corporation. Während der 2000er Jahre konzentrierte sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenz, nämlich Haustechniklösungen. Ein weiteres Ziel war es, stark dezentralisierte Unternehmen in ein einheitliches, effektives und profitables Unternehmen zu integrieren. Seit 2006 wird die Marke Uponor auf der ganzen Welt vertrieben.

Im Jahr 2013 führte Uponor eine wichtige strategische Transaktion durch um sein Infrastruktur-Lösungsgeschäft zu stärken. Dies geschah über eine Fusion des Infrastrukturlösungsgeschäft mit KWH Pipe Ltd, eines weiteren finnischen Unternehmen mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in der Branche. Das neue Joint-Venture-Unternehmen, Uponor Infra, wurde zum Marktführer in Nordeuropa, mit Niederlassungen auch in Nord-Amerika und Asien.

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